Dienstag, 26. Februar 2008
Was macht Aluminium in Impfstoffen?
Das Robert Koch Institut veröffentlichte vergangenes Jahr eine Liste von 20 Einwänden gegen Impfungen und gab darauf jeweils (beruhigende) Antworten.
https://www.rki.de/cln_049/nn_199596/DE/Content/Infekt/Impfen/Bedeutungen/Schutzimpfungen__20__Einwaende.html?__nnn=true

Die Inhaltsstoffe, sowohl Antigene als auch Hilfsstoffe (Adjuvantien), wurden dabei gerade mal in zwei Punkten erwähnt (10 und 14).


Im Zuge der Sicherheitsdiskussion bei Impfungen richtet sich der Fokus jedoch immer mehr auf diese Inhaltsstoffe und deren Wirkungen auf das Immunsystem.

Bei der Dreifachimpfung gegen Masern, Mumps und Röteln werden abgeschwächte Krankheitserreger verimpft, die manchmal auch eine schwache Verlaufsform der jeweiligen Krankheit auslösen können. Hier gibt es richtig starke Reize für das Immunsystem: Antigene, die von sich aus funktionieren.

Bei der Sechsfachimpfung für Babys und den meisten anderen Impfungen (Pneumokokken, Meningokokken, Hepatitis A&B,…) wird eine gewisse Anzahl von Antigenen (z.B. Bakterienteile, entgiftete Toxine) in den Organismus eingebracht, die zum Teil hoch artifiziell sind und mit den ursprünglichen Keimen kaum mehr etwas zu tun haben. Zum einen ist das positiv, weil z.B. bei Keuchhusten - vom früheren Ganzzellimpfstoff eine höhere Nebenwirkungsrate ausging als jetzt von den azellulären Impfstoffen.

Auf der anderen Seite sind diese Antigene jetzt jedoch auch nicht mehr in der Lage, eigenständig eine Immunantwort auszulösen, so wie das lebende Viren oder auch die ganzen Bakterienzellen zum Teil durchaus konnten. Die toten Bakterien- und Virenfragmente werden vom Immunsystem als ungefährlich eingestuft und weitgehend ignoriert.

Deshalb braucht es hier – noch viel dringender als früher - Adjuvantien, die das Immunsystem aktivieren, so dass es auch diese "untypischen" Keime ernst nimmt und eine Immunreaktion überhaupt in Gang kommt.

Leichtmetalle wie Aluminium oder in noch viel stärkerem Ausmaß Beryllium wären dafür sehr gut geeignet.
Beryllium zeigt aber auch recht krass die negative Seite dieser Stimulierung, weil es (z.B. beim Einatmen) im Immunsystem einen derart starken Alarm auslöst, dass daraus eine akute allergische Entzündung der Lungenbläschen entstehen kann.

Beryllium ist als Adjuvans also ungeeignet (zudem ist es giftig und krebserregend).

Aluminium ist hier eine wesentlich mildere Variante: Es aktiviert das Immunsystem auf ein höheres Niveau - so dass dieses die Antigene der Impfung überhaupt erst mal bemerkt und ernst nimmt.
Dies wäre also der positive Effekt des Aluminiums: Es macht die Impfung wirksam.

Die negative Seite von Aluminium ist zwar nicht so extrem wie jene von Beryllium und anderen Leichtmetallen. Sie ist aber auch vorhanden.

Und das bezieht sich jetzt weniger auf die unmittelbare Giftigkeit als auf den Effekt des Aluminiums auf das Immunsystem.

Wer im Tiermodell beispielsweise eine Allergie auslösen möchte, um diese Allergie dann zu untersuchen, macht dies meist so: Den Tieren wird ein Allergen gespritzt. So wie bei den Impfungen braucht es aber auch hier Verstärkung. Deshalb wird das Allergen zusammen mit einem Adjuvans, einem Hilfsstoff injiziert. Und dieser Hilfsstoff ist auch hier normalerweise Aluminium.

Das Problem bei dieser Methode ist, dass diese Hilfsstoffe selbst eine Immunantwort auslösen. Sie verändern T-Zell- und andere zelluläre Funktionen und bewirken unspezifische Entzündungsvorgänge im Organismus.
Unspezifisch heißt in diesem Zusammenhang nichts anderes als: unbekannte Reaktionen. Man weiß nicht wogegen sich die Reaktion richtet und kann das auch nicht vorhersagen.

Wenn man nun weiß, wie komplex das System der Immunantwort ist, wie schwierig hier ein funktionierendes Gleichgewicht (z.B. zwischen Th1 und Th2-Arm der Immunantwort) erreicht und bewahrt wird, so ist jede unspezifische Einflussnahme potenziell gefährlich.

Dies ist also das Dilemma: nicht die Zahl der Antigene in den Impfungen, sondern die unspezifische Stimulation des Immunsystems durch die Hilfsstoffe.

Hier liegt auch der gravierende Unterschied zwischen einer Impfung und einer Verletzung: wenn das Kind beispielsweise mit dem Rad stürzt und sich aufschürft.
Über die im Dreck enthaltenen Keime kommt das Immunsystem des Kindes unmittelbar mit Antigenen in Kontakt: mit viel mehr Antigenen als in den üblichen Impfungen enthalten sind.

Hier bleibt es allerdings dem Immunsystem selbst überlassen, die angemessene Reaktion zu bestimmen. Und es wird dabei nicht von einem Leichtmetall künstlich hochgepusht.

Erst langsam beginnt die Wissenschaft, diese Mechanismen der Immunmodulation zu verstehen.

Das Argument, dass Aluminiumsalze schon über Jahrzehnte milliardenfach verwendet werden, dient nicht zur Beruhigung.

Im Gegenteil.

Denn über Jahrzehnte nehmen auch die Krankheiten zu, die von einem überreizten Immunsystem ausgelöst werden.
Sodass wir uns derzeit inmitten einer Epidemie der diversesten Allergien und Autoimmunkrankheiten befinden, von der bereits jede zweite Familie in den Industrieländern unmittelbar betroffen ist.

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